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Philosophie überhaupt (I. Abth. I. p. 124. 129.) erkannt war, dass beide Momente festgehalten werden müssten, so konnte keine Seite ganz verschwinden. Auf ein solches Minimum reducirt erscheint nun hier das Geistige, es findet kein andrer Unterschied mehr Statt als der zwischen gröbern und feineren Bewegungen, und der Sieg der materiellen Seite ist damit entschieden ausgesprochen. Was Locke furchtsam als ein nur Mögliches angedeutet hatte, ist hier und erst hier geschehn. Sogar La Mettrie, dessen wahnsinnige Frechheit sonst wenig scheut, hatte wenigstens in so weit nachgegeben, als er die Denkbarkeit eines geistigen Wesens (der Gottheit) nicht bestritt, itzt ist das Universum erst entgeistet, und die starre Nothwendigkeit beherrscht Alles.

2. Wenn aber hier das Geistige so im Verschwinden begriffen ist, so ist auch damit schon der Anfang der Unphilosophie gesetzt. Der weitere Fortgang dieser Richtung ist deswegen nicht eine consequentere Durchführung (die ist nicht mehr möglich) sondern ein Verflachen und ein Uebergehn in unwissenschaftliches Räsonnement. Es beginnt die,, philosophische Zeit, d. h. die wo ein Jeder Philosoph heisst, der nur atheistische und materiaII, I.

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listische Einfälle hat, mögen sie nun einen Zusammenhang unter einander haben oder nicht. Es sind deswegen bei diesem Character der Zeitansichten keine besonderen Namen mehr anzuführen. Ruchlose Flugschriften wie der bon sens werden in den wohlfeilsten Ausgaben unter dem Volke verbreitet; die Gasse ist die Akademie dieser Richtung geworden. Die franzö sische Popularphilosophie ist nichts Andres gewesen als ein platter Materialismus, der alles Ideelle leugnet, der dabei alle Widersprüche, in die er sich selbst verwickelt nicht, wie etwa das Système de la Nature, zu lösen sucht, sondern mit unbewusster Naivetät sich gefallen lässt: zu gleicher Zeit ein starres Nothwendigkeitssystem durchführen will, und in abstracten, namentlich politischen, Idealen sich ergeht.

3. An diesem Punkte angelangt, erscheint die Philosophie alles innern Lebenskeimes entblösst, und da nur durch das Erkennen eines solchen Keimes die Nothwendigkeit einer weitern Entwicklung erkannt werden kann, so fragt sichs, ob und wie eine dialektische Entwicklung des weitern Verfolgs der Geschichte der Philosophie möglich ist? Die Antwort kann sich erst ergeben, wenn die dem Realismus gegenüberstehende Richtung dargestellt und

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entwickelt worden ist. Denn da gesagt worden ist, dass die Philosophie dieser Periode in den neben einander sich geltend machenden Richtungen sich entwickle, so wird auch wozu sie (d. h. die ganze Philosophie) eigentlich gekommen ist, erst erhellen, wenn beide betrachtet worden sind. Dem Uebergange zu einer neuen Entwicklungsstufe, wird daher vorausgehn müssen die Darstellung der sich entwickelnden idealistischen Richtung in der Philosophie. Diese aber bildet den Gegenstand der zweiten Abtheilung dieses Bandes.

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Beilage n.

Beilagen.

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